Kolleg St. Blasien

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Südkurier vom Donnerstag, 23. Oktober 2008

 

Schüler und Lehrer gemeinsam am Ziel

 

Das Kolleg St. Blasien ist in Feierlaune: Am Samstag wurden die Projekttage der vergangenen Woche mit der Präsentation der Arbeiten in der Alfred-Delp-Halle beendet. Mit der Vorstellung der erarbeiteten Projekte durch die Schüler wurde offiziell der Reigen der Feste zum 75. Geburtstag des Kollegs in der Domstadt eröffnet, die zum großen Pfingsttreffen im kommenden Jahr ihren Höhepunkt erreichen sollen.

 

St. Blasien - Geschichte, Sport, Musik, Tanz, Theater und andere kreative Projekte bestimmten in den vergangenen Tagen den Stundenplan der etwa 900 Schüler am Kolleg St. Blasien. Besondere Projekttage standen auf dem Programm, denn sie bildeten den Auftakt für das Jubiläumsjahr am Kolleg, mit der die 75-jährige Geschichte des Kollegs in St. Blasien gefeiert wird. Die "75" hatte im Mittelpunkt der Vorbereitungstage gestanden. Nun präsentierte eine Arbeitsgruppe ihre Rückschau auf die Veränderungen im Stadtbild von St. Blasien in dem betreffenden Zeitraum. Eine andere erinnerte sich an die Änderungen der deutschen Küche seit 1933. Die Kleinsten, Schüler der 5a, führten Schule wie vor 75 Jahren vor, während eine sechste Klasse sich mit dem Thema 75 Jahre Schule und Spielen beschäftigte. Auch die 75-jährige Geschichte des Kollegs wurde aus Presseberichten nachgezeichnet. Besonders ins Auge stach die magische Zahl vor dem Mädcheninternat, wo ein Beet mit Sträuchern in Form einer 75 angepflanzt wurde.

Die Bandbreite der 55 angebotenen Projekte war enorm, wobei zwei der Stadt St. Blasien zugute kamen. In 75 Stunden wurde im Hofgarten eine Boule-Anlage angelegt und bei der Eselshütte eine Rotwildbeobachtungsstation errichtet bei Regen (wir berichteten). Zwei Gruppen machte der Regen zu schaffen, nicht in St. Blasien, sondern irgendwo auf dem Weg von Feldkirch in den Südschwarzwald. Von einem Jesuiten-Internat in Feldkirch hatten sich nämlich 1934 auch die ersten (deutschen) Schüler nach St. Blasien aufgemacht. Durch Devisengesetze aus Österreich vertrieben, wurden sie die ersten Bewohner des Internats in der ehemaligen Benediktinerabtei. Einige ihrer Nachfolger radelten zum 75-jährigen Jubiläum ihren Weg nach und eine andere Gruppe bewältigte die rund 250 Kilometer lange Strecke mit einem Staffellauf - und einem bemerkenswerten Staffelstab: Dem Klassenbuch der letzten Feldkircher Oberprima. Nach getaner Arbeit war dann am vergangenen Samstag feiern angesagt. Während im Foyer der Alfred-Delp-Halle etliche Gruppen die Ergebnisse ihrer Arbeit zeigten, fühlte man sich in der Halle selbst zu den Domfestspielen zurück versetzt: Der Reigen der Darbietungen auf der Bühne wurde mit gregorianischem Gesang eröffnet, denn der Sprechgesang der Mönche war ebenso Thema eines Projektes wie Gospels. Naturgemäß überwogen bei den Bühnenvorführungen Theater, Tanz und Gesang - sogar ein Zirkus trat auf. Pünktlich zum großen Schlussakkord der Projekttage in der Halle rollten dann auch die Radfahrer aus Feldkirch ein und kurz darauf die Staffelläufer. "Am Ende ihrer Kräfte" zwar, aber froh, das Ziel erreicht zu haben. Kollegsdirektor Pater Johannes Siebner SJ blieb als Schlusswort neben dem Dank an alle Beteiligten, darunter auch viele engagierte Auswärtige, nur die Feststellung, dass das Kolleg in Bewegung und "mit den Projektwochen ein toller Start ins Jubiläumsjahr gelungen ist."

 

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