Kolleg St. Blasien

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Südkurier vom Dienstag, 18. Oktober 2008

 

Regen bremst 75-Stunden-Projekt

 

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Für das Kolleg St. Blasien wird 2009 ein ganz besonderes Jahr sein: „75 Jahre Kolleg in St. Blasien“ lautet das Motto im Jubiläumsjahr. Pech zum Auftakt: Zwei 75-Stunden-Projekte in der Stadt St. Blasien mussten wegen starkem Regen am Donnerstag abgebrochen werden.

 

Seit 1934 unterrichten Jesuiten am Kolleg. Auch das Internat öffnete Ostern 1934 seine Pforten im ehemaligen Benediktinerkloster.

Am Donnerstag fiel der Startschuss für das Jubiläum. Zum Jubiläum ist eine ganze Reihe von Veranstaltungen geplant, beispielsweise ein Altkollegianerball und ein Benefizkonzert. Der festliche Höhepunkt des Jubiläums soll wieder das traditionelle Pfingstfest vom 30. Mai bis 1. Juni werden.

Mit dem Startschuss für das Kollegsjubiläum "75 Jahre Kolleg in St. Blasien" ging auch eine eigene Internetpräsenz ins Netz. Über diesen Internetauftritt wird über das Jubiläumsprogramm informiert.

Auftakt bilden die Projekttage unter Beteiligung der Kollegianer. Über 50 Projekte werden bis zum heutigen Samstag am Kolleg stattfinden. Die meisten der 55 Projekte kreisen auf kreative Weise um dieses Jubiläum. Einer der Höhepunkte ist der Staffellauf von der Stella Matutina in Feldkirch/Österreich nach St. Blasien. Symbolisch wird der Weg "nachgelaufen", den 1934 die Schüler der deutschen Abteilung in der Stella Matutina gehen mussten. Projekt ist auch der kreative Umgang mit dem Kollegswappen, es gibt musisch-kreative Projekte und auch eine Geschichtswerkstätte mit Zeitzeugengespräch. Dazu kommen zwölf ehemalige Häftlinge der Konzentrationslager am Mittwoch, 22. Oktober, nach St. Blasien.

Weiter finden auch zwei spannende 75-Stunden-Projekte in der Stadt St. Blasien statt. Zum einen die Errichtung einer Boule-Anlage und die Vorbereitung einer Rotwildbeobachtungsfläche bei der Eselshütte am Kuhkopf. Beide begannen am Donnerstag, mussten aber wegen des anhaltenden heftigen Regens am Mittag abgebrochen werden. Friedrich Burghardt von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und Förster Ulrich Lentmaier führten bereits die 17 Schüler der Klassen 10 bis 13 der Projektgruppe um Malte Krebs in den Auftrag zur Errichtung einer Rotwildbeobachtungsstation innerhalb der Projekttage ein. Burghardt gab Informationen zum Rotwild und zur geplanten Wildbeobachtung im Südschwarzwald und stellte dabei das Satellitentelemetrie-Konzept vor. Am Donnerstag trafen sich die Schüler mit Projektleiter und Förster am städtischen Bauhof, um dort das Werkzeug für die Rodungsarbeit, Bügelsägen, Astscheren und Arbeitshandschuhe entgegen zu nehmen. Mit Fahrzeugen der Stadt ging es dann zum Einsatzort. Die große Fläche liegt genau gegenüber der Tierlache, etwas oberhalb der Eselshütte am Kuhkopf. Auf dieser Fläche sammeln sich im Frühjahr bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen die Hirsche. Zumeist ist hier auch schon der Schnee abgetaut und sie finden frisches Futter.

Von der Hütte Tierlache kann man dann die Tiere ohne sie zu stören beobachten. Aus diesem Grund soll auch die Hütte soweit ausgebaut werden, dass die den Beobachtern auch Wetterschutz bietet, so Förster Lentmaier. Die Schüler entfernten auf der Fläche den Bewuchs und totes Holz mit ihren Sägen und Scheren. Projektleiter Malte Krebs war es vorbehalten die Arbeit mit der Motorsäge zu unterstützen. Nach mehrstündiger Arbeit waren die Schüler allerdings so durchnässt und durchfroren, dass die Aktion abgebrochen werden musste.

 

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