Stationen der Kollegsgeschichte
Innovation aus Tradition
1933Vermittelt durch den Zentrumsabgeordneten
Dr. Albert Hackelsberger kann am 16.8. der
Kaufvertrag unterzeichnet werden. Die ehemalige Spinnerei wird
Jesuitenkolleg. Am 12.9. ist Baubeginn im Abteiteil.
1934Am 19.4. Schuljahresbeginn mit 294 Schülern
(davon 21 extern), 22 Lehrern (davon 10 Jesuiten),
8 Präfekten und 9 Brüdern. Am 29.5. offizielle Einweihung durch
Erzbischof Dr. Conrad Gröber. Der östliche Teil des Südflügels
wird aufgestockt. Der Fabrikschlot wird am 27.10. gesprengt, die
Sheddächer werden abgerissen.
1935Bis 1939 keine staatliche Anerkennung. Abitur
schulfremd in Freiburg. P. Rektor Viktor Hugger SJ
inhaftiert wegen "Devisenvergehen". Nach dessen Freilassung wird
P. Gustav Fernekeß SJ Rektor des Kollegs.
1938Aufnahmebeschränkung: Beamte und im öffentlichen
Dienst Beschäftigte dürfen ihre Söhne nicht mehr ans
Kolleg schicken.
1939Am 9.3. Aufl ösung des Kollegs, Rücknahme der Genehmigung
durch das NS-Regime. Abschied am 19.3.
1940Das Kolleg wird Lazarett. Die Jesuiten bewohnen noch
den Franzosenbau. Im September stirbt Dr. Albert Hackelsberger
im Gefängnis in Freiburg.
1944P. Alois Grimm SJ und 1945 P. Alfred Delp SJ werden in
Berlin hingerichtet. Um die 130 Schüler sind im Krieg
gefallen, andere bleiben vermisst.
1946Am 3.4. und 3.7. Genehmigung zur Wiedereröffnung.
31.5. Eröffnungsfeier mit 209 Schülern (davon 15 extern)
und 22 Lehrern (9 Jesuiten).
1947Zentralabitur am "FG" in Freiburg nach französischem
System. Noch einmal 1948 in Waldshut.
1949Ab jetzt schriftliches und mündliches Abitur am
Kolleg unter kommissarischer Aufsicht. Bis 1951 noch
"Oberschule" neben human. Gymnasium.
1951Erstes Privatschulgesetz Badens (unter Mitwirkung der
Patres Faller SJ und Stricker SJ).
1955Bautätigkeit: Küche, Schlafsäle, Franzosenbau, Sheds,
Spielsäle.
1962Gründung des Sportvereins SV Kolleg St. Blasien.
1964Erste Lehrerin, StR Ruth Riedner und 1965 erste
Schülerin, Christel Weber.
1966Zwei Kurzschuljahre zur Umstellung von Ostern auf
Herbst als Schuljahresbeginn; Mai: Das Schwimmbad
und die Musikabteilung sind fertig.
1967Existenzkrise: Unter Kollegsdirektor P. Alois Kiefl SJ
und P. Provinzial Heinrich Krauß SJ beginnen die
Planungen für die Umstrukturierung.
196925.3.: Gründung des Trägervereins "Kolleg St. Blasien
e. V." unter aktiver Einbeziehung des Erzbistums
Freiburg, des Landkreises, der Mitarbeiter und der Elternschaft; das
Kolleg öffnet sich offensiv für externe Schülerinnen und Schüler aus
der Raumschaft. Im Internat arbeiten von nun an auch Erzieherinnen.
1971In Klasse 5 (Sexta) kann zwischen Latein und Englisch
als 1. Fremdsprache gewählt werden. Die jeweils andere
Sprache ab Klasse 7.
1972P. General Pedro Arrupe SJ besucht zu Pfingsten das
Kolleg.
1973Am 20.10. wird nach drei Baujahren der Ostflügel von
Erzbischof Dr. Hermann Schäufele eingeweiht. Drei Ordensschwestern
kommen ans Kolleg für Krankenabteilung und Pforte.
1977Am Freitag vor Pfingsten, am 27.5. bricht im
Südwestturm ein Großbrand aus. Der Wiederaufbau
mit Westbausanierung und Umstrukturierung zieht sich bis 1983 hin.
1980Die später "Pater-Alfred-Delp-Halle" genannte
Mehrzweckhalle wird zu Pfingsten eröffnet.
1983Historische Ausstellung: 50 Jahre Kolleg, 200 Jahre
Domweihe, 1000 Jahre St. Blasien.
1988Anstelle einer 3. Fremdsprache kann der
mathematisch-naturwissenschaftliche Zweig gewählt
werden. Der Meierhof wird aufgegeben (heute Busbahnhof der Stadt
St. Blasien).
1989Das Mädcheninternat im Edith-Stein-Haus ("Mühle")
wird am 30.9. eingeweiht.
1990Am 15.2. richtet eine Überschwemmung schwere
Schäden an; erstbetroffen ist das Notstromaggregat.
1994Mit Schülern aus 10 Nationen wird die "Euroklasse"
gegründet. Die internen Mädchen der Klassenstufe 13
ziehen ins Alois-Grimm-Haus.
1995Zum ersten Mal haben Lehrer des Kollegs an einem
staatlichen Gymnasium (Konstanz) den Vorsitz beim
Abitur. Höher kann man das "staatlich anerkannt" nicht steigern.
199650 Jahre nach dem Wiederbeginn des Kollegs nach
dem 2. Weltkrieg und 400 Jahre seit Gründung
des Vorgängerkollegs Fribourg besucht P. General Peter-Hans
Kolvenbach SJ das Kolleg. Chinesisch als Wahlpflichtfach für die 12.
Jahrgangsstufe.
1997Erster Partnerschaftsvertrag mit einer chinesischen
Schule in Jiangyin (ab 2003 weitere Partnerschule in
Shanghai); 60 Schüler der Klassen 10-12 wählen Chinesisch als AG.
1998Spanisch neben Griechisch und Französisch
als 3. Fremdsprache und mathematischnaturwissenschaftlichem
Zweig wählbar.
1999"G8" wird am Kolleg als eigener Zug neben dem
regulären neunjährigen Gymnasium eingeführt. Die
Klassenstufen 5–7 des Mädcheninternats ziehen in den Mittelturm
(Gruppe 10).
2004 Ab jetzt Referendarausbildung am Kolleg.
2005Einführung des Sozialpraktikums für die Klassen 10
bzw. 11.
2006Am Pfingstsonntag Einweihung der Bleiche als
Musikhaus. Chinesisch neben Griechisch, Französisch
und Spanisch als 3. Fremdsprache wählbar. Eine 5. Klasse wird
"Instrumentalklasse".
2007Schülerzahl steigt auf 900; bisher höchste Zahl an
Abiturienten: 120. Ab 5. Klasse Englisch, Französisch
oder Latein. NwT (Naturwissenschaft und Technik) ersetzt den
mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig in den Klassen 8-10.
Umbau der Bibliothek wird abgeschlossen. 21.11. die Hackschnitzel-
Heizung wird eingeweiht.
2008Die Klassenstufen 9 und 10 des Mädcheninternats
ziehen in den Franzosenbau (Gruppen 11a und 11b);
die 13-er-Mädchen ziehen vom Alois-Grimm-Haus wieder um in das
umgebaute Edith-Stein-Haus (Mühle). Neugestaltung der Pforte.
2009Der Patresgarten wird wieder hergerichtet. Wo
der Kaskadenbrunnen war, steht jetzt eine
Madonnenstatue. 75 Jahre Kolleg in Sankt Blasien